'Wie man allenthalben die Schulen gehen lesst ...'

Martin Luthers Ratsherrenschrift (1524) als Ausdruck (s)einer Pädagogik auf der Basis des Rechtfertigungsartikels

Nonfiction, Reference & Language, Education & Teaching, History
Cover of the book 'Wie man allenthalben die Schulen gehen lesst ...' by Christian Deuper, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Christian Deuper ISBN: 9783640111442
Publisher: GRIN Verlag Publication: July 24, 2008
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Christian Deuper
ISBN: 9783640111442
Publisher: GRIN Verlag
Publication: July 24, 2008
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Pädagogik - Geschichte der Päd., Note: 1,0, Universität Osnabrück (Erziehungswissenschaften), Veranstaltung: Einführung in die Historische Pädagogik, 30 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Kleinen Katechismus, dem bis heute maßgeblichen Unterrichtswerk (zumindest für den Konfirmandenunterricht), mahnt Martin Luther (1483-1546) in der Vorrede Eltern und Staat ('Obrigkeit'), für den Schulbesuch der Jugend zu sorgen: 'Insbesondere treibe hier auch die Obrigkeit und Eltern an, daß sie gut regieren und die Kinder zur Schule anhalten mit der Mahnung, daß sie das zu tun schuldig sind und welch eine verfluchte Sünde sie tun, wenn sie es nicht tun.' Für dieses Vorhaben liefert Luther quasi mit dem Katechismus ein Schulbuch. In verschiedenen anderen Schriften geht er schon vor dessen Abfassung 1529 ausführlich auf die Notwendigkeit ein, Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Eine davon ist die Schrift 'An die Ratsherren aller Städte deutsches Lands, daß sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen' von 1524. Diese soll der Gegenstand der folgenden Untersuchung sein. Dabei ist das Interesse Luthers am Schulwesen durch den Charakter seiner Kirche ein zwangsläufiges. 'Luthers Kirche ist Kirche des Wortes - des gelesenen und gesprochenen, gepredigten und gesungenen und gehörten Wortes, des muttersprachlichen Wortes ...; protestantische Kultur ist nicht mehr Kultur des Auges, sondern Kultur des Ohres. Sinn ist durch Wort, nicht durch Anschauung vermittelt. Und diese Wortkirche ist gebaut auf Schrift und Buch.' Damit ist zugleich gegeben, dass Luther nicht aus humanistischem Bildungsinteresse heraus die Sache anpackt, sondern aus seinem Amt als Theologe und Reformator: 'Nicht der ,Pädagoge', ,Hausvater' und ,Volkserzieher' Luther ist als solcher für die Erziehung relevant, sondern der Theologe Luther, der sich zum Thema Erziehung äußert' Der historische Kontext der Abfassung der Schrift wird in Kap. 2 kurz vorgestellt. Darauf folgt die ausführliche Nachzeichnung des Argumentationsduktus Luthers (Kap. 3), wobei der Lesbarkeit und Übersichtlichkeit wegen versucht wird, den Text einer Gliederung zu unterwerfen, was aufgrund der Tendenz Luthers zu sprunghaftem Denken nicht immer eindeutig zu lösen ist. Hierbei kommt neben der Paraphrase der Originalton Luthers wegen seiner rhetorischen Qualität häufig zu Wort und wird die Analyse des Textes ergänzt durch Kommentierungen aus historischer, biblisch-theologischer und dogmatischer, daneben auch pädagogischer Perspektive. In Kap. 4 wird eine knappe Systematisierung des pädagogischen Denkens Luthers versucht; Kap. 5 bietet ein kurzes persönliches Resümee zum Thema.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Pädagogik - Geschichte der Päd., Note: 1,0, Universität Osnabrück (Erziehungswissenschaften), Veranstaltung: Einführung in die Historische Pädagogik, 30 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Kleinen Katechismus, dem bis heute maßgeblichen Unterrichtswerk (zumindest für den Konfirmandenunterricht), mahnt Martin Luther (1483-1546) in der Vorrede Eltern und Staat ('Obrigkeit'), für den Schulbesuch der Jugend zu sorgen: 'Insbesondere treibe hier auch die Obrigkeit und Eltern an, daß sie gut regieren und die Kinder zur Schule anhalten mit der Mahnung, daß sie das zu tun schuldig sind und welch eine verfluchte Sünde sie tun, wenn sie es nicht tun.' Für dieses Vorhaben liefert Luther quasi mit dem Katechismus ein Schulbuch. In verschiedenen anderen Schriften geht er schon vor dessen Abfassung 1529 ausführlich auf die Notwendigkeit ein, Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Eine davon ist die Schrift 'An die Ratsherren aller Städte deutsches Lands, daß sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen' von 1524. Diese soll der Gegenstand der folgenden Untersuchung sein. Dabei ist das Interesse Luthers am Schulwesen durch den Charakter seiner Kirche ein zwangsläufiges. 'Luthers Kirche ist Kirche des Wortes - des gelesenen und gesprochenen, gepredigten und gesungenen und gehörten Wortes, des muttersprachlichen Wortes ...; protestantische Kultur ist nicht mehr Kultur des Auges, sondern Kultur des Ohres. Sinn ist durch Wort, nicht durch Anschauung vermittelt. Und diese Wortkirche ist gebaut auf Schrift und Buch.' Damit ist zugleich gegeben, dass Luther nicht aus humanistischem Bildungsinteresse heraus die Sache anpackt, sondern aus seinem Amt als Theologe und Reformator: 'Nicht der ,Pädagoge', ,Hausvater' und ,Volkserzieher' Luther ist als solcher für die Erziehung relevant, sondern der Theologe Luther, der sich zum Thema Erziehung äußert' Der historische Kontext der Abfassung der Schrift wird in Kap. 2 kurz vorgestellt. Darauf folgt die ausführliche Nachzeichnung des Argumentationsduktus Luthers (Kap. 3), wobei der Lesbarkeit und Übersichtlichkeit wegen versucht wird, den Text einer Gliederung zu unterwerfen, was aufgrund der Tendenz Luthers zu sprunghaftem Denken nicht immer eindeutig zu lösen ist. Hierbei kommt neben der Paraphrase der Originalton Luthers wegen seiner rhetorischen Qualität häufig zu Wort und wird die Analyse des Textes ergänzt durch Kommentierungen aus historischer, biblisch-theologischer und dogmatischer, daneben auch pädagogischer Perspektive. In Kap. 4 wird eine knappe Systematisierung des pädagogischen Denkens Luthers versucht; Kap. 5 bietet ein kurzes persönliches Resümee zum Thema.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Gesundheitsförderung im Jugendalter by Christian Deuper
Cover of the book Eduard Robert Henze in Annaberg-Buchholz by Christian Deuper
Cover of the book Berichtssystem in Unternehmen by Christian Deuper
Cover of the book Räumliche Gestaltung des therapeutischen Milieus dementiell Erkrankter by Christian Deuper
Cover of the book Der vorzeitige Samenerguss beim Mann: Eine soziologische Betrachtung der Ejaculatio praecox in Richard Wagners 'Parzival' by Christian Deuper
Cover of the book Ausländische Prostituierte - Die doppelte soziale Randgruppe by Christian Deuper
Cover of the book Der Presserat in der Presse by Christian Deuper
Cover of the book Bekenntnis zum Leben - Das Abtreibungsproblem zwischen Kirche und Gesellschaft by Christian Deuper
Cover of the book Die Sozialisation türkischer Kinder und Jugendlicher innerhalb ihrer Familien und ein Beispiel interkulturellen Lernens im Deutschunterricht by Christian Deuper
Cover of the book Pro und Contra der Einbeziehung des Schutzes geistiger Eigentumsrechte in die WTO by Christian Deuper
Cover of the book Weihnachten - Unterrichtsentwurf by Christian Deuper
Cover of the book Der Cashflow als Maßgröße in der Jahresabschlussanalyse by Christian Deuper
Cover of the book Empirische Untersuchung zur Prototypentheorie by Christian Deuper
Cover of the book Das Unterrichtskonzept Lernen durch wechselseitiges Lehren by Christian Deuper
Cover of the book NEO-POSTMODERNISM by Christian Deuper
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy