Möglichkeiten und Grenzen königlicher Lehnspolitik

Nonfiction, History, European General
Cover of the book Möglichkeiten und Grenzen königlicher Lehnspolitik by Johannes Schulz, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Johannes Schulz ISBN: 9783640139743
Publisher: GRIN Verlag Publication: August 18, 2008
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Johannes Schulz
ISBN: 9783640139743
Publisher: GRIN Verlag
Publication: August 18, 2008
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,0, Technische Universität Dresden (Geschichte), Veranstaltung: Fakt oder Fiktion - Das Lehnswesen im Mittelalter, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Lehnswesen ist in der heutigen Forschung umstrittener denn je. Gerade die gewagten Thesen von Reynodls brachten eine neue Dynamik in die Thematik. Sie sprach dem Lehnswesen seine vorher für elementar gehaltene Rolle der Mittelalterlichen Verfassung rigoros ab. Verfassungsgeschichtlich aktuelle Literatur bieten Krieger und Spieß, die den extremen Standpunkt von Heinrich Mitteis - gerade zur Gelnhäuser Urkunde - aus den Dreißiger Jahren relativieren. In einem punkt gebe ich Mitteis grundsätzlich Recht. Die Gelnhäuser Urkunde ist ein markanter Punkt in der verfassungsgeschichtlichen Entwicklung. Sie stellt einen grundlegenden Wandel in dem Verhältnis zwischen dem obersten Lehensherrn und seinen Vasallen dar. Das Lehenssystem beinhaltet ohne Frage - wie sich zeigen wird - ein Bündel an politischen Einwirkungsmöglichkeiten für den König, aber auch für dessen Fürsten. Die personale und territoriale Ausgestaltung ist gleichzeitig Leinwand für die herrschaftliche Stellung der mittelalterlichen Könige. Heinrich Mitteis propagierte die hemmende Wirkung des Lehnswesens auf die Ausbildung einer monarchischen Zentralgewalt. Nach ihm hat das Lehnssystem, so wie es in Deutschland bestand tendenziell gegen die Krone gewirkt. Auf der anderen Seite kommt dem Lehnswesen auch ein wesentliches Moment der Stabilisierung königlicher Herrschaft zu. Es soll nachfolgend untersucht werden, wie die Möglichkeiten der staufischen Könige und ihren Nachfolgern lagen, ihre herrschaftliche Position zu stärken. Unter einer herausragende Machtstellung, die sicherlich sowohl Ziel des Streben des Königs als auch seiner Vasallen war, verstehe ich eine Position, in der sich Macht nicht nur über Machtansprüche definiert, sondern eine, in der der Herrschaftsträger tatsächlich in der Lage ist, seiner Macht einen für das Volk sichtbaren Ausdruck zu verleihen. In der er sein Reich konsolidiert hat und den Konsens der Fürsten in sich vereinigt. Eine wirkungsvolle Machtausübung ergänzt zumindest für den König ein relativ großer Anteil an Allod.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,0, Technische Universität Dresden (Geschichte), Veranstaltung: Fakt oder Fiktion - Das Lehnswesen im Mittelalter, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Lehnswesen ist in der heutigen Forschung umstrittener denn je. Gerade die gewagten Thesen von Reynodls brachten eine neue Dynamik in die Thematik. Sie sprach dem Lehnswesen seine vorher für elementar gehaltene Rolle der Mittelalterlichen Verfassung rigoros ab. Verfassungsgeschichtlich aktuelle Literatur bieten Krieger und Spieß, die den extremen Standpunkt von Heinrich Mitteis - gerade zur Gelnhäuser Urkunde - aus den Dreißiger Jahren relativieren. In einem punkt gebe ich Mitteis grundsätzlich Recht. Die Gelnhäuser Urkunde ist ein markanter Punkt in der verfassungsgeschichtlichen Entwicklung. Sie stellt einen grundlegenden Wandel in dem Verhältnis zwischen dem obersten Lehensherrn und seinen Vasallen dar. Das Lehenssystem beinhaltet ohne Frage - wie sich zeigen wird - ein Bündel an politischen Einwirkungsmöglichkeiten für den König, aber auch für dessen Fürsten. Die personale und territoriale Ausgestaltung ist gleichzeitig Leinwand für die herrschaftliche Stellung der mittelalterlichen Könige. Heinrich Mitteis propagierte die hemmende Wirkung des Lehnswesens auf die Ausbildung einer monarchischen Zentralgewalt. Nach ihm hat das Lehnssystem, so wie es in Deutschland bestand tendenziell gegen die Krone gewirkt. Auf der anderen Seite kommt dem Lehnswesen auch ein wesentliches Moment der Stabilisierung königlicher Herrschaft zu. Es soll nachfolgend untersucht werden, wie die Möglichkeiten der staufischen Könige und ihren Nachfolgern lagen, ihre herrschaftliche Position zu stärken. Unter einer herausragende Machtstellung, die sicherlich sowohl Ziel des Streben des Königs als auch seiner Vasallen war, verstehe ich eine Position, in der sich Macht nicht nur über Machtansprüche definiert, sondern eine, in der der Herrschaftsträger tatsächlich in der Lage ist, seiner Macht einen für das Volk sichtbaren Ausdruck zu verleihen. In der er sein Reich konsolidiert hat und den Konsens der Fürsten in sich vereinigt. Eine wirkungsvolle Machtausübung ergänzt zumindest für den König ein relativ großer Anteil an Allod.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Freeconomics: Do consumers tend to discriminate pay-models for information goods? by Johannes Schulz
Cover of the book Die Lasswell-Formel by Johannes Schulz
Cover of the book Politikverdrossenheit und Wahlbeteiligung by Johannes Schulz
Cover of the book Die bionische Anwendbarkeit des Prinzips der Facettenaugen by Johannes Schulz
Cover of the book Wie können Individuen in denen durch die Berufsentwicklung neu entstandenen Anforderungen unterstützt werden? by Johannes Schulz
Cover of the book Handlungsorientierung und Handlungskompetenz im Unterricht by Johannes Schulz
Cover of the book Der Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe und die Dritte Welt by Johannes Schulz
Cover of the book Die katholische Kirche und Freimaurerei im 20. Jahrhundert by Johannes Schulz
Cover of the book Vergleich von Managed Care / Integrierter Versorgung in den USA und Deutschland - Reflexionen zu Österreich by Johannes Schulz
Cover of the book Die Elemente der ökonomischen Integrationstheorie by Johannes Schulz
Cover of the book Der Künstler Carl Spitzweg. Von den Pointenbildern zu Landschaftsbildern by Johannes Schulz
Cover of the book Kognitive Funktionen und biologische Grundlagen, 'The impact of semantic impairment on word stem completition in Alzheimer disease' by Johannes Schulz
Cover of the book Medical Wellness by Johannes Schulz
Cover of the book Die Kolonie Deutsch-Südwestafrika und die deutsche Herrschaftsausübung by Johannes Schulz
Cover of the book Werbewirkung von Werbeanzeigen - Ein Konzept der Perlokution by Johannes Schulz
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy