Der Couchtiger

Eine moderne Gesellschaftskritik angelehnt an Rousseau's 'Diskurs über die Ungleichheit'

Nonfiction, Religion & Spirituality, Philosophy, History, Criticism, & Surveys
Cover of the book Der Couchtiger by Kristina Eichler, GRIN Verlag
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Author: Kristina Eichler ISBN: 9783640722136
Publisher: GRIN Verlag Publication: October 13, 2010
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Kristina Eichler
ISBN: 9783640722136
Publisher: GRIN Verlag
Publication: October 13, 2010
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Philosophie - Epochenübergreifende Abhandlungen, Note: 2,0, Technische Universität Chemnitz (Institut für Pädagogik und Philosophie), Veranstaltung: Was ist Kulturphilosophie?, Sprache: Deutsch, Abstract: Lange bestand die Sorge, dass die deutsche Bevölkerung zu einer Art 'Couch-Potato-Nation' mutiert. Trotz stetigen Fortschritts der Gesellschaft nehmen einige den Zeitgeist nicht mehr wahr und vereinsamen in ihren Wohnzimmern. Zuerst zogen sie sich aus der Gesellschaft zurück und nun fragt sich, ob diese Rückentwicklung anhält. Demnach würden diese 'Couchtiger'1 womöglich bald auf die Bäume ausweichen und die umgekehrte Evolution des Menschen zum Affen wäre komplett. Zum Glück sind diese Sorgen unbegründet und die Zahlen dieser passiven Gesellschaftsmitglieder rückläufig2. Ungeachtet dieser Tatsache soll innerhalb eines Gedankenkonstrukts dieses Textes verglichen werden, welche Belangen den Alltag des 'Couchtigers' begleiten und wie fern diese von Rousseau's utopischer Idee des 'edlen Wilden' (vgl Rousseau 1984, S.67 ff.) sind. Zwiespältig wie das Thema kann auch der Autor verstanden werden, welcher die Inspiration zu diesem Text gab (mehr dazu in Kapitel 4: 'Rousseau's Verortung'). Rousseau ging mit seiner Kulturkritik, und den betreffenden Menschen in der Aufklärung sogar noch etwas härter ins Gericht. Er schrieb, dass durch die Vervollkommnung der Vernunft die menschliche Art verdarb (vgl. Rousseau 1984, S. 167) und die Gesellschaft somit vermochte 'ein Wesen böse zu machen, indem sie es soziabel [machte, K.E.]' (Rousseau 1984, S. 167). Derart drastisch soll mit der Spezies des 'Couchtigers', welcher hier zum Vergleich herangezogen wird, nicht vorgegangen werden. Einige Kritikpunkte an der Lebensführung dieser passiven Gesellschaftsmitglieder sind dem Text enthalten, jedoch sind diese nicht als absolut anzusehen. Die jeweilige individuelle Konstellation der Lebensgeschichten wäre dafür zu komplex. Die Gliederung dieses Textes orientiert sich an der des 'Diskurses über die Ungleichheit' von Jean-Jacques Rousseau. Um dem Leser einen gewissen Rahmen für seine Vorstellung zu geben, werden vorab kurz die Begriffe Kultur, Gesellschaft und Perfektibilität umrissen. Anschließend folgt im Hauptteil die Gegenüberstellung von Rousseaus 'edlen Wilden' im Naturzustand und dem 'Couchtiger' des 21. Jahrhunderts. Der erste Abschnitt widmet sich hier der Betrachtung der unterschiedlichen physischen Zustände. In den folgenden zwei Unterkapiteln werden jeweils speziell die unterschiedlichen Ausprägungen der Leidenschaften untersucht und die Frage gestellt, bei welcher Spezies am ehesten eine Wahrnehmung von Glück stattfindet.

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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Philosophie - Epochenübergreifende Abhandlungen, Note: 2,0, Technische Universität Chemnitz (Institut für Pädagogik und Philosophie), Veranstaltung: Was ist Kulturphilosophie?, Sprache: Deutsch, Abstract: Lange bestand die Sorge, dass die deutsche Bevölkerung zu einer Art 'Couch-Potato-Nation' mutiert. Trotz stetigen Fortschritts der Gesellschaft nehmen einige den Zeitgeist nicht mehr wahr und vereinsamen in ihren Wohnzimmern. Zuerst zogen sie sich aus der Gesellschaft zurück und nun fragt sich, ob diese Rückentwicklung anhält. Demnach würden diese 'Couchtiger'1 womöglich bald auf die Bäume ausweichen und die umgekehrte Evolution des Menschen zum Affen wäre komplett. Zum Glück sind diese Sorgen unbegründet und die Zahlen dieser passiven Gesellschaftsmitglieder rückläufig2. Ungeachtet dieser Tatsache soll innerhalb eines Gedankenkonstrukts dieses Textes verglichen werden, welche Belangen den Alltag des 'Couchtigers' begleiten und wie fern diese von Rousseau's utopischer Idee des 'edlen Wilden' (vgl Rousseau 1984, S.67 ff.) sind. Zwiespältig wie das Thema kann auch der Autor verstanden werden, welcher die Inspiration zu diesem Text gab (mehr dazu in Kapitel 4: 'Rousseau's Verortung'). Rousseau ging mit seiner Kulturkritik, und den betreffenden Menschen in der Aufklärung sogar noch etwas härter ins Gericht. Er schrieb, dass durch die Vervollkommnung der Vernunft die menschliche Art verdarb (vgl. Rousseau 1984, S. 167) und die Gesellschaft somit vermochte 'ein Wesen böse zu machen, indem sie es soziabel [machte, K.E.]' (Rousseau 1984, S. 167). Derart drastisch soll mit der Spezies des 'Couchtigers', welcher hier zum Vergleich herangezogen wird, nicht vorgegangen werden. Einige Kritikpunkte an der Lebensführung dieser passiven Gesellschaftsmitglieder sind dem Text enthalten, jedoch sind diese nicht als absolut anzusehen. Die jeweilige individuelle Konstellation der Lebensgeschichten wäre dafür zu komplex. Die Gliederung dieses Textes orientiert sich an der des 'Diskurses über die Ungleichheit' von Jean-Jacques Rousseau. Um dem Leser einen gewissen Rahmen für seine Vorstellung zu geben, werden vorab kurz die Begriffe Kultur, Gesellschaft und Perfektibilität umrissen. Anschließend folgt im Hauptteil die Gegenüberstellung von Rousseaus 'edlen Wilden' im Naturzustand und dem 'Couchtiger' des 21. Jahrhunderts. Der erste Abschnitt widmet sich hier der Betrachtung der unterschiedlichen physischen Zustände. In den folgenden zwei Unterkapiteln werden jeweils speziell die unterschiedlichen Ausprägungen der Leidenschaften untersucht und die Frage gestellt, bei welcher Spezies am ehesten eine Wahrnehmung von Glück stattfindet.

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