Risiko, Unsicherheit und Ambiguität

(Risk, Uncertainty and Ambiguity)

Business & Finance, Economics, Microeconomics
Cover of the book Risiko, Unsicherheit und Ambiguität by Philipp Adam, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Philipp Adam ISBN: 9783640972012
Publisher: GRIN Verlag Publication: July 30, 2011
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Philipp Adam
ISBN: 9783640972012
Publisher: GRIN Verlag
Publication: July 30, 2011
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich VWL - Mikroökonomie, allgemein, Note: 1,0, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Institute for Research in Economic Evolution), Veranstaltung: Entscheidungsfindung unter Ambiguität (Decision Making Under Ambiguity), Sprache: Deutsch, Abstract: Entscheidungen werden von Menschen aufgrund von Informationsunvollkommenheiten und der begrenzten kognitiven Fähigkeit ihrer Verarbeitung häufig ohne die genaue Kenntnis ihrer implizierten Konsequenzen getroffen. Dies bewegte Philosophen und Wissenschaftler bereits seit den frühesten Menschenzeitaltern dazu, sich i. R. ihrer Entscheidungsfindung mit dem Phänomen der Ungewissheit zu befassen. Nichtsdestotrotz erhielt die Auseinandersetzung mit der Ungewissheit erst Anfang der Zwanzigerjahre des zwanzigsten Jahrhunderts Einzug in die ökonomische Theorie. Nur wenige Jahre zuvor wurde jene von der Neoklassischen Wirtschaftstheorie im Zusammenhang mit der übersimplifizierenden Annahme des sog. homunculus oeconomicus neoclassicus noch vollständig und ignorant ausgeblendet und damit ein Stabilität garantierendes, risikofreies System unterstellt. Die Wegbereiter des modernen ökonomischen Ansatzes hinsichtlich des Umgangs mit der Ungewissheit sind in den Wirtschaftswissenschaftlern Frank Knight und John Maynard Keynes zu identifizieren. Die ihrerseits geleistete definitorische und konzeptionelle Auseinandersetzung mit den bestimmten Graden von Ungewissheit gilt bis in die gegenwärtige Zeit als bestimmende Forschungsgrundlage. Gestützt von den katastrophalen Auswirkungen des Ersten Weltkriegs erwiesen sich sowohl Knight als auch Keynes als Antagonisten der Vorstellung einer universellen Anwendbarkeit des Messens, welche etwa im Viktorianischen Zeitalter von William Stanley Jevons enthusiastisch proklamiert wurde. Das aus der Vergangenheit gesammelte Erfahrungswissen und daraus abgeleitete Wahrscheinlichkeitsüberlegungen sollen in der modernen ökonomischen Theorie nicht grds. ausreichend sein, um im Sinne eines nutzenmaximierenden Permanentkalkulators jeglichen Ausgang von Entscheidungen voraussagen zu können. Stellvertretend zu erwähnen ist diesbezüglich insbesondere die von Frank Knight im Jahre 1916 aufgestellte kategorische Unterscheidung der Topoi 'Risiko' und 'Unsicherheit', welche eine Kontroverse über die Anwendbarkeit und Aussagekraft der Wahrscheinlichkeitsrechnung loslöste. Während Risiken eine Kalkulierbarkeit gemäß der Wahrscheinlichkeitsrechnung zugutegehalten wird und diese damit im Umkehrschluss überhaupt keine Ungewissheit, sondern vielmehr 'apodiktische Gewissheit' abbilden, ist die Knight´sche Unsicherheit aufgrund ausschließlich partiellen Wissens nicht in die Zukunft projizierbar und kann durch keinerlei Apriori-Denken umgangen werden........

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich VWL - Mikroökonomie, allgemein, Note: 1,0, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Institute for Research in Economic Evolution), Veranstaltung: Entscheidungsfindung unter Ambiguität (Decision Making Under Ambiguity), Sprache: Deutsch, Abstract: Entscheidungen werden von Menschen aufgrund von Informationsunvollkommenheiten und der begrenzten kognitiven Fähigkeit ihrer Verarbeitung häufig ohne die genaue Kenntnis ihrer implizierten Konsequenzen getroffen. Dies bewegte Philosophen und Wissenschaftler bereits seit den frühesten Menschenzeitaltern dazu, sich i. R. ihrer Entscheidungsfindung mit dem Phänomen der Ungewissheit zu befassen. Nichtsdestotrotz erhielt die Auseinandersetzung mit der Ungewissheit erst Anfang der Zwanzigerjahre des zwanzigsten Jahrhunderts Einzug in die ökonomische Theorie. Nur wenige Jahre zuvor wurde jene von der Neoklassischen Wirtschaftstheorie im Zusammenhang mit der übersimplifizierenden Annahme des sog. homunculus oeconomicus neoclassicus noch vollständig und ignorant ausgeblendet und damit ein Stabilität garantierendes, risikofreies System unterstellt. Die Wegbereiter des modernen ökonomischen Ansatzes hinsichtlich des Umgangs mit der Ungewissheit sind in den Wirtschaftswissenschaftlern Frank Knight und John Maynard Keynes zu identifizieren. Die ihrerseits geleistete definitorische und konzeptionelle Auseinandersetzung mit den bestimmten Graden von Ungewissheit gilt bis in die gegenwärtige Zeit als bestimmende Forschungsgrundlage. Gestützt von den katastrophalen Auswirkungen des Ersten Weltkriegs erwiesen sich sowohl Knight als auch Keynes als Antagonisten der Vorstellung einer universellen Anwendbarkeit des Messens, welche etwa im Viktorianischen Zeitalter von William Stanley Jevons enthusiastisch proklamiert wurde. Das aus der Vergangenheit gesammelte Erfahrungswissen und daraus abgeleitete Wahrscheinlichkeitsüberlegungen sollen in der modernen ökonomischen Theorie nicht grds. ausreichend sein, um im Sinne eines nutzenmaximierenden Permanentkalkulators jeglichen Ausgang von Entscheidungen voraussagen zu können. Stellvertretend zu erwähnen ist diesbezüglich insbesondere die von Frank Knight im Jahre 1916 aufgestellte kategorische Unterscheidung der Topoi 'Risiko' und 'Unsicherheit', welche eine Kontroverse über die Anwendbarkeit und Aussagekraft der Wahrscheinlichkeitsrechnung loslöste. Während Risiken eine Kalkulierbarkeit gemäß der Wahrscheinlichkeitsrechnung zugutegehalten wird und diese damit im Umkehrschluss überhaupt keine Ungewissheit, sondern vielmehr 'apodiktische Gewissheit' abbilden, ist die Knight´sche Unsicherheit aufgrund ausschließlich partiellen Wissens nicht in die Zukunft projizierbar und kann durch keinerlei Apriori-Denken umgangen werden........

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Kulturelle Identität in einer globalen Welt by Philipp Adam
Cover of the book Doping im Sport und Maßnahmen der Bekämpfung by Philipp Adam
Cover of the book Der Einsatz von Mediation im Beschwerdemanagement der Banken by Philipp Adam
Cover of the book Beratung und Information in Pflege und Betreuung für Angehörige Demenzerkrankter by Philipp Adam
Cover of the book Gibt es einen direkten Kausalzusammenhang zwischen Demokratie und wirtschaftlichem Wohlstand? by Philipp Adam
Cover of the book Die Reorganisation der Guomindang und der Nordfeldzug by Philipp Adam
Cover of the book Die Entstehung von Quadratfünflingen aus den entsprechenden Vierlingen by Philipp Adam
Cover of the book Literatur fürs Controlling by Philipp Adam
Cover of the book Controlling als Rationalitätssicherung der Führung - Ein Vergleich mit koordinationsorientierten Ansätzen by Philipp Adam
Cover of the book The Development of the Detective in American 'hard-boiled' Fiction with Reference to Philip Marlowe in Raymond Chandler's 'The Curtain', 'Killer in the Rain' and 'The Big Sleep' by Philipp Adam
Cover of the book Postmodernism in Margaret Atwoods 'Alias Grace' by Philipp Adam
Cover of the book Die Bedeutung der Fernsehnutzung für ältere Menschen by Philipp Adam
Cover of the book Freihandel oder strategische Handelspolitik? by Philipp Adam
Cover of the book Motivation beim Zweitspracherwerb und Arten der Motivation by Philipp Adam
Cover of the book Hochbegabte Kinder in Deutschland - - Werden sie entsprechend ihrer Fähigkeiten genügend gefördert? by Philipp Adam
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy