Pharisäer contra Jesus, oder: Wer waren die Pharisäer wirklich? Die Evangelien und die Pharisäer

Nonfiction, Religion & Spirituality, Bible & Bible Studies
Cover of the book Pharisäer contra Jesus, oder: Wer waren die Pharisäer wirklich? Die Evangelien und die Pharisäer by Markus Tiefensee, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Markus Tiefensee ISBN: 9783638216630
Publisher: GRIN Verlag Publication: September 8, 2003
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Markus Tiefensee
ISBN: 9783638216630
Publisher: GRIN Verlag
Publication: September 8, 2003
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 1995 im Fachbereich Theologie - Biblische Theologie, Note: mit Erfolg, Ruhr-Universität Bochum (Katholisch-theologische Fakultät), Veranstaltung: Proseminar: Das Verhältnis von Juden und Christen im Neuen Testament und in der Kirchengeschichte, Sprache: Deutsch, Abstract: Im heutigen Kanon des Neuen Testaments befinden sich vier Evangelien. Ihre Überschriften lauten seit dem 2. Jahrhundert: Das Evangelium nach Matthäus, nach Markus, nach Lukas und nach Johannes. Obwohl das Matthäusevangelium an erster Stelle steht, ist das Markusevangelium das älteste. Die frühe Kirche ordnete diese vier Bücher wahrscheinlich nach der damals angenommenen Abfassungszeit. Die Evangelien sind sogenannte Sammelwerke. Ihre Autoren, die Evangelisten, sammelten ursprünglich einzeln weitergegebene Überlieferungsstücke über Worte und Taten Jesu und fügten sie durch redaktionelle Überleitungen zu einem Ganzen zusammen. Das Wort 'Evangelium' stammt aus dem Griechischen ('euangelion') und bedeutet 'gute Nachricht', 'frohe Botschaft'. Mit diesem Wort bezeichneten die Christen ihre Verkündigung von dem endgültigem Heil, das Gott durch Jesus Christus allen Menschen anbietet. Die ersten drei Evangelien liegen untereinander nach Inhalt, Aufbau und Sprache eng beieinander und werden deshalb 'synoptische' Evangelien (von griechisch: synopsis, Zusammenschau) genannt. Alle vier erzählen von Jesus und somit auch von den Leuten, mit denen er zu tun hatte. Doch hatte er nicht nur Anhänger, sondern auch Gegner, nämlich politische, priesterliche und religiöse. Zu den ersteren gehörten die Ältesten und die Herodianer, die priesterlichen waren der Hohepriester, die Oberpriester und die Sadduzäer. Seine religiösen Gegner waren die Schriftgelehrten und die schließlich auch die Pharisäer. Dabei müßten diese von der Häufigkeit der Nennungen die Hauptgegner Jesus und seiner Jüngerschaft gewesen sein.1 Doch wer waren die Pharisäer? Sie waren abgesonderte, fromme Juden, die seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. gegen die Sadduzäer Partei ergriffen. Doch sie bildeten im Gegensatz zu diesen keine Elite, sondern waren dem Volk und dessen mündlichen Glaubenstraditionen ebenso verbunden wie der schriftlichen Überlieferung.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 1995 im Fachbereich Theologie - Biblische Theologie, Note: mit Erfolg, Ruhr-Universität Bochum (Katholisch-theologische Fakultät), Veranstaltung: Proseminar: Das Verhältnis von Juden und Christen im Neuen Testament und in der Kirchengeschichte, Sprache: Deutsch, Abstract: Im heutigen Kanon des Neuen Testaments befinden sich vier Evangelien. Ihre Überschriften lauten seit dem 2. Jahrhundert: Das Evangelium nach Matthäus, nach Markus, nach Lukas und nach Johannes. Obwohl das Matthäusevangelium an erster Stelle steht, ist das Markusevangelium das älteste. Die frühe Kirche ordnete diese vier Bücher wahrscheinlich nach der damals angenommenen Abfassungszeit. Die Evangelien sind sogenannte Sammelwerke. Ihre Autoren, die Evangelisten, sammelten ursprünglich einzeln weitergegebene Überlieferungsstücke über Worte und Taten Jesu und fügten sie durch redaktionelle Überleitungen zu einem Ganzen zusammen. Das Wort 'Evangelium' stammt aus dem Griechischen ('euangelion') und bedeutet 'gute Nachricht', 'frohe Botschaft'. Mit diesem Wort bezeichneten die Christen ihre Verkündigung von dem endgültigem Heil, das Gott durch Jesus Christus allen Menschen anbietet. Die ersten drei Evangelien liegen untereinander nach Inhalt, Aufbau und Sprache eng beieinander und werden deshalb 'synoptische' Evangelien (von griechisch: synopsis, Zusammenschau) genannt. Alle vier erzählen von Jesus und somit auch von den Leuten, mit denen er zu tun hatte. Doch hatte er nicht nur Anhänger, sondern auch Gegner, nämlich politische, priesterliche und religiöse. Zu den ersteren gehörten die Ältesten und die Herodianer, die priesterlichen waren der Hohepriester, die Oberpriester und die Sadduzäer. Seine religiösen Gegner waren die Schriftgelehrten und die schließlich auch die Pharisäer. Dabei müßten diese von der Häufigkeit der Nennungen die Hauptgegner Jesus und seiner Jüngerschaft gewesen sein.1 Doch wer waren die Pharisäer? Sie waren abgesonderte, fromme Juden, die seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. gegen die Sadduzäer Partei ergriffen. Doch sie bildeten im Gegensatz zu diesen keine Elite, sondern waren dem Volk und dessen mündlichen Glaubenstraditionen ebenso verbunden wie der schriftlichen Überlieferung.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Filmkritik: Mario und der Zauberer (1995) by Markus Tiefensee
Cover of the book Sartres moralphilosophische Ansätze in 'L'être et le neant', 'L'existentialisme est un humanisme' und den 'Cahiers pour une morale' by Markus Tiefensee
Cover of the book Die Entwicklung des Königsideals in England (757-1216) by Markus Tiefensee
Cover of the book Der Eroberung Jerusalems 1187 aus arabischer Sicht by Markus Tiefensee
Cover of the book Erster Beitrag des Fannius im einführenden Gespräch aus Laelius - De amicitia §6-7 by Markus Tiefensee
Cover of the book Nachhaltiger Tourismus in Südamerika, das Fallbeispiel Ecuador by Markus Tiefensee
Cover of the book Der Zusammenhang zwischen Wahlbeteiligung und Geschlecht by Markus Tiefensee
Cover of the book Die Zeit - Immanuel Kants transzendentale Ästhetik der Zeit und ihre Bedeutung für die neuzeitliche naturwissenschaftliche und philosophischen Debatte by Markus Tiefensee
Cover of the book Internationale Bahnreformen - Erfahrungen und Analyse by Markus Tiefensee
Cover of the book Das Zitat als dramaturgischer Schlüssel - Über Roman Polanskis 'Der Tod und das Mädchen' by Markus Tiefensee
Cover of the book Ausgewählte Instrumente zur Analyse der Umsysteme by Markus Tiefensee
Cover of the book Ausfüllen eines Überweisungsträgers (Unterweisung Bürokaufmann / -kauffrau) by Markus Tiefensee
Cover of the book Evangelische Kirche und Nationalsozialismus by Markus Tiefensee
Cover of the book Soziale und psychische Faktoren des Alterssuizids by Markus Tiefensee
Cover of the book Google: Vom Studentenprojekt zum 'Big Brother' des Internets? by Markus Tiefensee
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy