Gott spricht Kastilisch - Nation und Religion im Spanien des Siglo de Oro

Nation und Religion im Spanien des Siglo de Oro

Nonfiction, History, European General
Cover of the book Gott spricht Kastilisch - Nation und Religion im Spanien des Siglo de Oro by Christian Lannert, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Christian Lannert ISBN: 9783640388790
Publisher: GRIN Verlag Publication: July 31, 2009
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Christian Lannert
ISBN: 9783640388790
Publisher: GRIN Verlag
Publication: July 31, 2009
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,0, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Veranstaltung: Hauptseminar Nationenbildung in China und Europa. Ein Vergleich, Sprache: Deutsch, Abstract: Vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie diese für Spanien identitätsstiftende Verbindung zwischen dem sich ausformenden modernen Staat der spanischen Könige und der Religion zustande kam und ob man aufgrund dieses religiös geprägten Gemeinschaftsgefühls von Spanien als einer frühmodernen Nation sprechen kann. Der untersuchte Zeitraum erstreckt sich über das spanische Siglo de Oro, das sogenannte Goldene Zeitalter, welches mit den Reyes Católicos, also den Katholischen Königen Isabella I. von Kastilien (*1451 +1504) und Ferdinand von Aragòn (*1452 +1516) und dem Ende der Reconquista im Jahr 1492 angesetzt wird und mit Philipp II. (1556-1598) ausklingt. Diese Epoche erlebt den Aufstieg Spaniens von einer durch Matrimonialunion geeinten Ländermasse zu einem machtvollen und prononciert katholischen Reich, in dem die Sonne sprichwörtlich nicht untergeht und das nicht nur der Reformation widersteht, sondern der Kirche Millionen neuer Seelen in seinen amerikanischen Kolonien hinzugewinnt. Diese Arbeit nähert sich dem skizzierten Zeitabschnitt über einen ideengeschichtlichen Diskurs, welcher zunächst den Begriff der Nation untersucht und die Thesen entwickelt, welche in den folgenden Ausführungen verteidigt werden sollen. Im weiteren wird an ihren Entwicklungsstufen die Bedeutung der Religion hierfür erläutert. Jede Vorstellung von Nation sieht sich vor die Aufgabe gestellt, die vorhandenen Unterschiede zwischen lokalen, sozialen und sprachlichen Schichten zu überwinden und die divergierenden Gruppen zusammenzufassen. Dementsprechend muss dieser Nationalismus auf gemeinsame Geschichte und Religion rekurrieren, da jeder Versuch nationaler Sinngebung eben auf Idealvorstellungen angewiesen ist, welcher alle Teile der Nation gleichermaßen anspricht. Sie unterscheidet sich von Ad-Hoc Interessengemeinschaften somit durch eine besondere, überdauernde Zielsetzung. Das spanische Königtum bediente sich der Kirche somit im wesentlichen aus zwei Motiven heraus: Der Zentralisierung und Stärkung der staatlichen Macht und der Schaffung religiöser Homogenität. Neben der Religion trugen auch andere ihr verbundene Diskurse zur Ausbildung und Konsolidierung nationaler Bindungen bei, vor allem die siegreiche Reconquista, die Kolonisation Amerikas und das Konzept der Limpieza de sangre. Diesen Umständen und ihren Akteuren ist der zweite Sinnabschnitt mit ereignisgeschichtlichem Schwerpunkt gewidmet.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,0, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Veranstaltung: Hauptseminar Nationenbildung in China und Europa. Ein Vergleich, Sprache: Deutsch, Abstract: Vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie diese für Spanien identitätsstiftende Verbindung zwischen dem sich ausformenden modernen Staat der spanischen Könige und der Religion zustande kam und ob man aufgrund dieses religiös geprägten Gemeinschaftsgefühls von Spanien als einer frühmodernen Nation sprechen kann. Der untersuchte Zeitraum erstreckt sich über das spanische Siglo de Oro, das sogenannte Goldene Zeitalter, welches mit den Reyes Católicos, also den Katholischen Königen Isabella I. von Kastilien (*1451 +1504) und Ferdinand von Aragòn (*1452 +1516) und dem Ende der Reconquista im Jahr 1492 angesetzt wird und mit Philipp II. (1556-1598) ausklingt. Diese Epoche erlebt den Aufstieg Spaniens von einer durch Matrimonialunion geeinten Ländermasse zu einem machtvollen und prononciert katholischen Reich, in dem die Sonne sprichwörtlich nicht untergeht und das nicht nur der Reformation widersteht, sondern der Kirche Millionen neuer Seelen in seinen amerikanischen Kolonien hinzugewinnt. Diese Arbeit nähert sich dem skizzierten Zeitabschnitt über einen ideengeschichtlichen Diskurs, welcher zunächst den Begriff der Nation untersucht und die Thesen entwickelt, welche in den folgenden Ausführungen verteidigt werden sollen. Im weiteren wird an ihren Entwicklungsstufen die Bedeutung der Religion hierfür erläutert. Jede Vorstellung von Nation sieht sich vor die Aufgabe gestellt, die vorhandenen Unterschiede zwischen lokalen, sozialen und sprachlichen Schichten zu überwinden und die divergierenden Gruppen zusammenzufassen. Dementsprechend muss dieser Nationalismus auf gemeinsame Geschichte und Religion rekurrieren, da jeder Versuch nationaler Sinngebung eben auf Idealvorstellungen angewiesen ist, welcher alle Teile der Nation gleichermaßen anspricht. Sie unterscheidet sich von Ad-Hoc Interessengemeinschaften somit durch eine besondere, überdauernde Zielsetzung. Das spanische Königtum bediente sich der Kirche somit im wesentlichen aus zwei Motiven heraus: Der Zentralisierung und Stärkung der staatlichen Macht und der Schaffung religiöser Homogenität. Neben der Religion trugen auch andere ihr verbundene Diskurse zur Ausbildung und Konsolidierung nationaler Bindungen bei, vor allem die siegreiche Reconquista, die Kolonisation Amerikas und das Konzept der Limpieza de sangre. Diesen Umständen und ihren Akteuren ist der zweite Sinnabschnitt mit ereignisgeschichtlichem Schwerpunkt gewidmet.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Laufanalyse. Möglichkeiten und Grenzen der Übertragbarkeit kinetischer und kinematischer Kriterien der beobachtenden Ganganalyse by Christian Lannert
Cover of the book Entwicklung und Einführung eines zielgruppenspezifischen Konzeptes zur Gewinnung und Bindung von qualifizierten Fachkräften in mittelständischen Unternehmen by Christian Lannert
Cover of the book Einführung von Stellenbeschreiben für den Vorstand eines gemeinnützigen Vereins by Christian Lannert
Cover of the book Visual Merchandising. Sortimentspräsentation im Lebensmittel-Discount by Christian Lannert
Cover of the book Jugendkulturen im 21. Jahrhundert by Christian Lannert
Cover of the book Südkorea und China - Determinanten gescheiterter bzw. gelungener Entwicklungspolitik by Christian Lannert
Cover of the book Die Bedeutung von George Orwells Homage to Catalonia als Bericht über den Spanischen Bürgerkrieg by Christian Lannert
Cover of the book Die Entwicklung einer Entsendungs- und Wiedereingliederungsstrategie anhand eines fiktiven Beispiels by Christian Lannert
Cover of the book Die Eingliederung des Controllings in ein Hotelunternehmen by Christian Lannert
Cover of the book Methodenauswahl für den Religionsunterricht im interreligiösen Kontext by Christian Lannert
Cover of the book Freihandelszonen in Dubai. Diversifizierungsstrategien eines erdölproduzierenden Landes by Christian Lannert
Cover of the book Plotin - Neuplatonismus als Entsokratisierung Platons by Christian Lannert
Cover of the book Die politische Kultur Russlands by Christian Lannert
Cover of the book Didaktische Modelle nach Jank und Meyer. Eine Lernzusammenfassung by Christian Lannert
Cover of the book Frauen in der Migration: Haushaltsarbeiterinnen by Christian Lannert
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy