Die histrionische Persönlichkeitsstörung

Nonfiction, Health & Well Being, Psychology, Mental Health
Cover of the book Die histrionische Persönlichkeitsstörung by Christoph Obermeier, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Christoph Obermeier ISBN: 9783638263382
Publisher: GRIN Verlag Publication: March 24, 2004
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Christoph Obermeier
ISBN: 9783638263382
Publisher: GRIN Verlag
Publication: March 24, 2004
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Psychologie - Klinische u. Gesundheitspsychologie, Psychopathologie, Note: 1,4, Hochschule Zittau/Görlitz; Standort Görlitz (Studiengang Kommunikationspsychologie), Veranstaltung: Störungen der Kommunikation, Sprache: Deutsch, Abstract: Die unermessliche Vielfalt menschlicher Erscheinungen hat den Menschen gedrängt, Ordnung zu schaffen, die Phänomene seiner Welt nach Klassen, Gattungen, Arten und Typen zu gruppieren. Wir haben bei der Lehrveranstaltung 'Persönlichkeitstheorien' den Begriff der Persönlichkeit definiert als 'ein bei jedem Menschen einzigartiges, relativ stabiles und den Zeitablauf überdauerndes Korrelat des Verhaltens' (vgl. Tewes & Wildgrube 1999, S. 273). Ich glaube, dass es am Anfang des heutigen Referates lohnenswert ist, diese Definition erneut zu reflektieren. Unter 'Verhaltenskorrelat' werden unterschiedliche Aspekte wie Bedingung, Ordnung, System, Produkt oder Abstraktion des Verhaltens und Erlebens verstanden. Die Persönlichkeit ist also nicht das Verhalten und Erleben selbst, sondern vielmehr ein Gefüge von Dispositionen. Zu diesen Dispositionen gehören zum einen die Merkmale des offenen, objektiv registrierbaren Verhaltens, zum anderen aber auch Merkmale der Kognition, Emotion und Motivation. Das jeweilige Dispositionsgefüge ist bei jedem Menschen einzigartig (vgl. Tewes & Wildgrube 1999, S. 273). Für uns ist nun weiterhin von Bedeutung, dass bspw. aktuelle Stimmungslagen o.ä. per definitionem keine Persönlichkeitsmerkmale darstellen. Nur diejenigen Merkmale, die zum einen zeitlich überdauernd konstant bleiben und zum anderen situationsstabil sind, werden als Persönlichkeitsmerkmale bezeichnet. Wir sollten uns bei der folgenden Darstellung der histrionischen Persönlichkeitsstörung zudem stets bewusst sein, dass es sich bei Begrifflichkeiten wie 'Persönlichkeit' um keine real existierenden Entitäten handelt, sondern dass die Persönlichkeit eine 'hypothetische Konstruktion ist, dessen hinreichende, empirisch kontrollierte Präzisierung -wenn überhaupt- erst in ferner Zukunft zu erwarten ist' (Tewes&Wildgrube 1999, S. 273). Dies war meines Erachtens die Quintessenz unserer Diskussion um den Begriff der Persönlichkeit. Ich habe mich zur Darstellung dieser teilweise bereits bekannten Sachverhalte entschlossen, weil ich es gerade bei der Untersuchung von Persönlichkeitsstörungen für wichtig halte, dass wir uns bewusst machen, dass Typologisierung und Kategorisierung stets zu stereotypem Denken verführen (vgl.Guss 1997, S.155). Man kann nicht oft genug darauf hinweisen, dass jede Kategorie stets auch eine bestimmte methodologische Vorstellung darüber einschließt, wie man wissenschaftlich vorzugehen hat, um einen Gegenstand adäquat zu erfassen (vgl.Holzkamp 1985, S.27f.).

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Psychologie - Klinische u. Gesundheitspsychologie, Psychopathologie, Note: 1,4, Hochschule Zittau/Görlitz; Standort Görlitz (Studiengang Kommunikationspsychologie), Veranstaltung: Störungen der Kommunikation, Sprache: Deutsch, Abstract: Die unermessliche Vielfalt menschlicher Erscheinungen hat den Menschen gedrängt, Ordnung zu schaffen, die Phänomene seiner Welt nach Klassen, Gattungen, Arten und Typen zu gruppieren. Wir haben bei der Lehrveranstaltung 'Persönlichkeitstheorien' den Begriff der Persönlichkeit definiert als 'ein bei jedem Menschen einzigartiges, relativ stabiles und den Zeitablauf überdauerndes Korrelat des Verhaltens' (vgl. Tewes & Wildgrube 1999, S. 273). Ich glaube, dass es am Anfang des heutigen Referates lohnenswert ist, diese Definition erneut zu reflektieren. Unter 'Verhaltenskorrelat' werden unterschiedliche Aspekte wie Bedingung, Ordnung, System, Produkt oder Abstraktion des Verhaltens und Erlebens verstanden. Die Persönlichkeit ist also nicht das Verhalten und Erleben selbst, sondern vielmehr ein Gefüge von Dispositionen. Zu diesen Dispositionen gehören zum einen die Merkmale des offenen, objektiv registrierbaren Verhaltens, zum anderen aber auch Merkmale der Kognition, Emotion und Motivation. Das jeweilige Dispositionsgefüge ist bei jedem Menschen einzigartig (vgl. Tewes & Wildgrube 1999, S. 273). Für uns ist nun weiterhin von Bedeutung, dass bspw. aktuelle Stimmungslagen o.ä. per definitionem keine Persönlichkeitsmerkmale darstellen. Nur diejenigen Merkmale, die zum einen zeitlich überdauernd konstant bleiben und zum anderen situationsstabil sind, werden als Persönlichkeitsmerkmale bezeichnet. Wir sollten uns bei der folgenden Darstellung der histrionischen Persönlichkeitsstörung zudem stets bewusst sein, dass es sich bei Begrifflichkeiten wie 'Persönlichkeit' um keine real existierenden Entitäten handelt, sondern dass die Persönlichkeit eine 'hypothetische Konstruktion ist, dessen hinreichende, empirisch kontrollierte Präzisierung -wenn überhaupt- erst in ferner Zukunft zu erwarten ist' (Tewes&Wildgrube 1999, S. 273). Dies war meines Erachtens die Quintessenz unserer Diskussion um den Begriff der Persönlichkeit. Ich habe mich zur Darstellung dieser teilweise bereits bekannten Sachverhalte entschlossen, weil ich es gerade bei der Untersuchung von Persönlichkeitsstörungen für wichtig halte, dass wir uns bewusst machen, dass Typologisierung und Kategorisierung stets zu stereotypem Denken verführen (vgl.Guss 1997, S.155). Man kann nicht oft genug darauf hinweisen, dass jede Kategorie stets auch eine bestimmte methodologische Vorstellung darüber einschließt, wie man wissenschaftlich vorzugehen hat, um einen Gegenstand adäquat zu erfassen (vgl.Holzkamp 1985, S.27f.).

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Martin Luther King by Christoph Obermeier
Cover of the book Wissensmanagement in Unternehmen am Beispiel des Wissenstransfers in Kundenbeziehungen by Christoph Obermeier
Cover of the book Welche Politik kann Anerkennung garantieren? Die Politik der Anerkennung von Charles Taylor by Christoph Obermeier
Cover of the book Die Entstehung der Internationalen Energiebehörde (IEA) und deren Rolle während der Ölkrise by Christoph Obermeier
Cover of the book Der Holländische Katechismus von 1966: Entstehung und Inhalt eines revolutionäres Glaubensbuchs und der innerkirchlichen Konflikte by Christoph Obermeier
Cover of the book Aktuelle Rechtsprechung des BGH in Zivilsachen: Komplizierte Koloskopie. Besprechung der BGH-Entscheidung BGH, 22.05.2012 - VI ZR 157/11 by Christoph Obermeier
Cover of the book Überwachung in der Deutschen Demokratischen Republik by Christoph Obermeier
Cover of the book Technische Regeln: Begriff, Bedeutung und Tendenz in der europäischen Rechtsordnung - unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsdebatte (Corporate sustainability) by Christoph Obermeier
Cover of the book Die Geschichte vom Ganzen Haus - Ein moderner Mythos? by Christoph Obermeier
Cover of the book Empirisch-psychologische und komplementäre Zugänge zum Erleben und Verhalten im ökonomischen Kontext. Eine kritische Reflexion by Christoph Obermeier
Cover of the book Die Bezugsrahmentheorie als theoretische Grundlage der Akzeptanz- und Commitment-Therapie by Christoph Obermeier
Cover of the book Das Verhältnis von Strafrecht, Kriminologie und Kriminalpolitik am Beispiel des § 238 StGB (Nachstellung) by Christoph Obermeier
Cover of the book The Effects of Multiperspectival Narration on the Representation of Christophine in 'Wide Sargasso Sea' by Christoph Obermeier
Cover of the book Einleitung in das Buch des Propheten Amos by Christoph Obermeier
Cover of the book Rechenschwäche, Rechenstörung, Dyskalkulie by Christoph Obermeier
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy