Hitlers Englandbild und seine strategischen Entscheidungen im Zweiten Weltkrieg

Nonfiction, History, Germany
Cover of the book Hitlers Englandbild und seine strategischen Entscheidungen im Zweiten Weltkrieg by Udo Schmidt, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Udo Schmidt ISBN: 9783638028417
Publisher: GRIN Verlag Publication: March 27, 2008
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Udo Schmidt
ISBN: 9783638028417
Publisher: GRIN Verlag
Publication: March 27, 2008
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Magisterarbeit aus dem Jahr 1998 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: sehr gut, Technische Universität Darmstadt, 72 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Aufgrund seiner vor 1933 gemachten programmatischen Aussagen und deren Umsetzung in die Praxis bis 1939 orientiere ich mich an der These, dass Hitler von einem 'Programm' mit zwei dogmatisch fixierten 'Endzielen', 'Rassenherrschaft' und 'Lebensraum im Osten', geleitet wurde. Als Folge des konkreten Ablaufs außenpolitischen Agierens und Reagierens war er allerdings gezwungen, mit temporären Kompromissen zu leben und Variationen zu akzeptieren. In seinem 'Programm', das der Realisierung dieser Ziele galt, waren rassenideologische und machtpolitische Denkstrukturen ineinander verwoben. Auch im Falle Großbritanniens, das als 'Idealpartner' eine festumrissene, wenngleich untergeordnete Funktion in Hitlers 'Programm' hatte, gingen diese Komponenten eine charakteristische Synthese ein. Mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 ohne Kriegserklärung 'entfesselte' Hitler den europäischen Krieg. Als Folge sah er sich einer Machtkonstellation gegenüber, die seinen 'programmatischen' Freund-Feind-Vorstellungen widersprach. Großbritannien, das er als 'idealen' Bündnispartner zur Absicherung der Ostexpansion betrachtete, hatte dem Reich den Krieg erklärt. Zugleich befand er sich in Abhängigkeit von der Sowjetunion, deren Vernichtung das Hauptziel seines 'Programms' war. Was also blieb nach dem 3. September 1939 noch übrig von der Idee Hitlers einer Partnerschaft mit England auf der Grundlage einer Interessenabgrenzung und der unterstellten gemeinsamen Abwehrhaltung gegen den 'jüdisch-bolschewistischen Weltfeind'? Wie verhielt es sich mit den 'rassisch wertvollen Elementen' in England, die Hitler als substantielle Basis gegen den 'jüdischen Einfluß' glaubte in Rechnung stellen zu können? Vor allem aber: Welche Auswirkungen hatte das Englandbild Hitlers auf seine Strategie und Bündnispolitik bis 1945? Diese Frage soll denn auch im Mittelpunkt der Arbeit stehen. Hier wird das Feld der Perzeptionsproblematik betreten. Denn Kräfteverhältnisse, Aktionen und Reaktionen, die der Historiker im Nachhinein rekonstruieren kann sind eine Sache; ihre oft verzerrte Wahrnehmung ist etwas anderes, das aber für das Denken und Agieren der Akteure ausschlaggebend ist. In diesem Rahmen sollen nicht die militärischen und diplomatischen Aktionen in den Kriegsjahren 1939-1945 als solche aufgezählt und im Einzelnen geschildert werden. Sie sind nur unter der speziellen Perspektive interessant, wie sie Hitlers Haltung zu England widerspiegeln oder Aussagen über diese ermöglichen.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Magisterarbeit aus dem Jahr 1998 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: sehr gut, Technische Universität Darmstadt, 72 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Aufgrund seiner vor 1933 gemachten programmatischen Aussagen und deren Umsetzung in die Praxis bis 1939 orientiere ich mich an der These, dass Hitler von einem 'Programm' mit zwei dogmatisch fixierten 'Endzielen', 'Rassenherrschaft' und 'Lebensraum im Osten', geleitet wurde. Als Folge des konkreten Ablaufs außenpolitischen Agierens und Reagierens war er allerdings gezwungen, mit temporären Kompromissen zu leben und Variationen zu akzeptieren. In seinem 'Programm', das der Realisierung dieser Ziele galt, waren rassenideologische und machtpolitische Denkstrukturen ineinander verwoben. Auch im Falle Großbritanniens, das als 'Idealpartner' eine festumrissene, wenngleich untergeordnete Funktion in Hitlers 'Programm' hatte, gingen diese Komponenten eine charakteristische Synthese ein. Mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 ohne Kriegserklärung 'entfesselte' Hitler den europäischen Krieg. Als Folge sah er sich einer Machtkonstellation gegenüber, die seinen 'programmatischen' Freund-Feind-Vorstellungen widersprach. Großbritannien, das er als 'idealen' Bündnispartner zur Absicherung der Ostexpansion betrachtete, hatte dem Reich den Krieg erklärt. Zugleich befand er sich in Abhängigkeit von der Sowjetunion, deren Vernichtung das Hauptziel seines 'Programms' war. Was also blieb nach dem 3. September 1939 noch übrig von der Idee Hitlers einer Partnerschaft mit England auf der Grundlage einer Interessenabgrenzung und der unterstellten gemeinsamen Abwehrhaltung gegen den 'jüdisch-bolschewistischen Weltfeind'? Wie verhielt es sich mit den 'rassisch wertvollen Elementen' in England, die Hitler als substantielle Basis gegen den 'jüdischen Einfluß' glaubte in Rechnung stellen zu können? Vor allem aber: Welche Auswirkungen hatte das Englandbild Hitlers auf seine Strategie und Bündnispolitik bis 1945? Diese Frage soll denn auch im Mittelpunkt der Arbeit stehen. Hier wird das Feld der Perzeptionsproblematik betreten. Denn Kräfteverhältnisse, Aktionen und Reaktionen, die der Historiker im Nachhinein rekonstruieren kann sind eine Sache; ihre oft verzerrte Wahrnehmung ist etwas anderes, das aber für das Denken und Agieren der Akteure ausschlaggebend ist. In diesem Rahmen sollen nicht die militärischen und diplomatischen Aktionen in den Kriegsjahren 1939-1945 als solche aufgezählt und im Einzelnen geschildert werden. Sie sind nur unter der speziellen Perspektive interessant, wie sie Hitlers Haltung zu England widerspiegeln oder Aussagen über diese ermöglichen.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Sklaverei in der Karibik und Brasilien by Udo Schmidt
Cover of the book Die Moderationsmethode für Seminare und Trainings by Udo Schmidt
Cover of the book Ziele und Funktionen von Konzernverrechnungspreisen im Beteiligungscontrolling by Udo Schmidt
Cover of the book Die Bedeutung kultureller Events für den Tourismusstandort Berlin by Udo Schmidt
Cover of the book Werbeslogans - Wir entwickeln Werbeslogans für unsere Vogelfutterstation. by Udo Schmidt
Cover of the book Beteiligungscontrolling auf Basis des externen Rechnungswesens by Udo Schmidt
Cover of the book Die Taufe als Grunddatum christlichen Glaubens by Udo Schmidt
Cover of the book Noise Trading, Zentralbankinterventionen und spekulative Attacken auf Devisenmärkten by Udo Schmidt
Cover of the book Gewalt in Medien als Ursache gesellschaftlicher Gewalt? Zwei qualitative Studien und ihre Schlussfolgerungen by Udo Schmidt
Cover of the book Entwicklungsmodelle des Schriftspracherwerbs by Udo Schmidt
Cover of the book Methoden der Stichprobenkonstruktion II by Udo Schmidt
Cover of the book 'Schreiten und Stehen' bei Auguste Rodin by Udo Schmidt
Cover of the book Der Sozialstaat in Bastiats Gerechtigkeitsperspektive by Udo Schmidt
Cover of the book Sicherung des Weltfriedens by Udo Schmidt
Cover of the book Lean Management - Schlanke Unternehmensführung (in der stationären Altenpflege) by Udo Schmidt
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy