Existenz und Substanz - Heideggers Anthropologie zwischen Philosophie und Wissenschaft

Heideggers Anthropologie zwischen Philosophie und Wissenschaft

Nonfiction, Religion & Spirituality, Philosophy, Modern
Cover of the book Existenz und Substanz - Heideggers Anthropologie zwischen Philosophie und Wissenschaft by Siegmar Faust, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Siegmar Faust ISBN: 9783638283984
Publisher: GRIN Verlag Publication: June 18, 2004
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Siegmar Faust
ISBN: 9783638283984
Publisher: GRIN Verlag
Publication: June 18, 2004
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: 2 (gut), Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Philosophische Fakultät III), Veranstaltung: Proseminar: Heidegger: Sein und Zeit (2), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Frage steht an, ob Sprache und Denken objektivierend im (natur-)wissenschaftlichen Sinne sind oder es jedenfalls sein müssten? Haben wir einen so berechenbaren wie kausal erklärbaren Gegenstand als Objekt vor uns, wenn es um die Existenz und Substanz des Menschen geht? In der Philosophie, der es naturgemäß schwer fällt, immer nur philosophisch zu sein, geht es um bedeutend mehr als um Logik und berechnendes Auseinandernehmen von Brosamen der Ganzheit des Seienden zum Zwecke vorsätzlich-vordergründiger Verwertungen; es hat folglich in inniger Verwandtschaft mit der Dichtkunst mehr mit Stimmungen und dem fortgesetzten Fragen nach dem Sinn des Seins zu tun. Sein Ergebnis ist das im Dienste des staunenden Denkens zur Sprache gebrachte, das, wie Heidegger meinte, 'dem Zuspruch des Seins des Seienden entspricht'. Gesetzt den Fall, seine Existenzialontologie der Geschichtlichkeit ist weder Anthropologie noch Wissenschaft, sondern Phänomenologie, dann könnte das anstehende Thema demzufolge nicht mit einer 'zu einem Instrument der Meldung und der berechenbaren Information' verkürzten und verhärteten Sprache bewältigt - nein, ziviler ausgedrückt: gestalterisch entwickelt werden. Ob Heideggers Denkweisungen zu solch anschaulichen Einblicken Anthropologie genannt werden darf oder nicht, ob sein Denken die Balance zwischen Philosophie und Wissenschaft oder gar der Mystik, Dichtung oder Religion verkörpert, scheint angesichts seiner Dialektik des Verbergens, die alles offenbart und so ins Freie, also auch auf manche seiner dunklen Lichtungen lenkt, belanglos zu sein. Sein Nach-Denken über das Sein im Ereignis des Daseins führt nicht über unsere Welt hinaus, sondern in sie hinein, in die weite Welt, die uns fremd werden will samt ihrer Frigidität, Digitalisierung, Globalisierung und Rationalisierung, die angeblich hinaus ins Ideale oder zu einem Diskurs-Ideal mit dem Konsens-Ziel der vereinheitlichten Wahrnehmungs- und Denkmöglichkeit führen sollen, damit ein meinendes, total aufgeklärtes Über-Ich herrscht, nein, Heidegger warnt nicht nur vor jeglichem Totalitätsanspruch, sondern feit auch dagegen. Er mutet uns zu, in unserem Verhalten wie in dem Verhältnis des Seins zum Seienden als Seiendem das Rätsel des Daseins staunend, aber keinesfalls fatalistisch auszuhalten.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: 2 (gut), Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Philosophische Fakultät III), Veranstaltung: Proseminar: Heidegger: Sein und Zeit (2), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Frage steht an, ob Sprache und Denken objektivierend im (natur-)wissenschaftlichen Sinne sind oder es jedenfalls sein müssten? Haben wir einen so berechenbaren wie kausal erklärbaren Gegenstand als Objekt vor uns, wenn es um die Existenz und Substanz des Menschen geht? In der Philosophie, der es naturgemäß schwer fällt, immer nur philosophisch zu sein, geht es um bedeutend mehr als um Logik und berechnendes Auseinandernehmen von Brosamen der Ganzheit des Seienden zum Zwecke vorsätzlich-vordergründiger Verwertungen; es hat folglich in inniger Verwandtschaft mit der Dichtkunst mehr mit Stimmungen und dem fortgesetzten Fragen nach dem Sinn des Seins zu tun. Sein Ergebnis ist das im Dienste des staunenden Denkens zur Sprache gebrachte, das, wie Heidegger meinte, 'dem Zuspruch des Seins des Seienden entspricht'. Gesetzt den Fall, seine Existenzialontologie der Geschichtlichkeit ist weder Anthropologie noch Wissenschaft, sondern Phänomenologie, dann könnte das anstehende Thema demzufolge nicht mit einer 'zu einem Instrument der Meldung und der berechenbaren Information' verkürzten und verhärteten Sprache bewältigt - nein, ziviler ausgedrückt: gestalterisch entwickelt werden. Ob Heideggers Denkweisungen zu solch anschaulichen Einblicken Anthropologie genannt werden darf oder nicht, ob sein Denken die Balance zwischen Philosophie und Wissenschaft oder gar der Mystik, Dichtung oder Religion verkörpert, scheint angesichts seiner Dialektik des Verbergens, die alles offenbart und so ins Freie, also auch auf manche seiner dunklen Lichtungen lenkt, belanglos zu sein. Sein Nach-Denken über das Sein im Ereignis des Daseins führt nicht über unsere Welt hinaus, sondern in sie hinein, in die weite Welt, die uns fremd werden will samt ihrer Frigidität, Digitalisierung, Globalisierung und Rationalisierung, die angeblich hinaus ins Ideale oder zu einem Diskurs-Ideal mit dem Konsens-Ziel der vereinheitlichten Wahrnehmungs- und Denkmöglichkeit führen sollen, damit ein meinendes, total aufgeklärtes Über-Ich herrscht, nein, Heidegger warnt nicht nur vor jeglichem Totalitätsanspruch, sondern feit auch dagegen. Er mutet uns zu, in unserem Verhalten wie in dem Verhältnis des Seins zum Seienden als Seiendem das Rätsel des Daseins staunend, aber keinesfalls fatalistisch auszuhalten.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Hanshan und die Beat-Generation in ihrer Entwicklung by Siegmar Faust
Cover of the book Hermann Heller - ein intellektueller Vordenker aktueller Leitkulturkonzepte by Siegmar Faust
Cover of the book Beratung als Medienangebot - Inhalte, Beurteilung, Akzeptanz by Siegmar Faust
Cover of the book Aus dem Leben eines Religionslehrers. Ein Rückblick mit Gedanken zu den neuen Herausforderungen by Siegmar Faust
Cover of the book Rezension zu: Kastner, Jens, David Mayer (Hgg.), Weltwende 1968? Ein Jahr aus globalgeschichtlicher Perspektive (Globalgeschichte und Entwicklungspolitik, Bd. 7), Wien 2008 by Siegmar Faust
Cover of the book Die Bezugsrahmentheorie als theoretische Grundlage der Akzeptanz- und Commitment-Therapie by Siegmar Faust
Cover of the book Die Relevanz von Kennzahlen im Fundraising by Siegmar Faust
Cover of the book Komparative Untersuchungen zur christlichen und muslimischen Mystik by Siegmar Faust
Cover of the book Selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte in IFRS: Bilanzierung und Konsequenzen für das Controlling by Siegmar Faust
Cover of the book Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates by Siegmar Faust
Cover of the book Die Kapitalgesellschaft als Opfer strafbarer Handlungen des Managements by Siegmar Faust
Cover of the book Paarbeziehungen schwuler Männer by Siegmar Faust
Cover of the book Nationale Umweltbildungskonzepte. USA und Japan im Vergleich by Siegmar Faust
Cover of the book Der Kaufmann von Venedig by Siegmar Faust
Cover of the book Berufliche Bildung von Jugendlichen mit türkischem Migrationshintergrund by Siegmar Faust
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy