Die religiöse Erfahrung der Realität oder Die Freiheit der Selbstschöpfung. Zum Gottes- und Kreativitätsbegriff bei Alfred North Whitehead

Nonfiction, Religion & Spirituality, Philosophy, Modern
Cover of the book Die religiöse Erfahrung der Realität oder Die Freiheit der Selbstschöpfung. Zum Gottes- und Kreativitätsbegriff bei Alfred North Whitehead by David Völker, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: David Völker ISBN: 9783638606868
Publisher: GRIN Verlag Publication: February 7, 2007
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: David Völker
ISBN: 9783638606868
Publisher: GRIN Verlag
Publication: February 7, 2007
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: 2,0, Freie Universität Berlin (Institut für Philosophie), Veranstaltung: A. N. Whitehead - Prozess und Realität, 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In Abenteuer der Ideen kritisiert Whitehead an Platon dessen Umgang mit dem Problem, 'die Beziehung zwischen Gott und der Welt und zwischen den Ideen, die Gott in seiner Kontemplation betrachtet, und der Welt zu charakterisieren.' Dafür greift Platon auf das Bild einer schaustellerischen Nachahmung zurück. Wenn er sich nach der Betrachtung Gottes, der den Ideen durch Aufnahme in sein Wesen Leben und Bewegung gibt, der Welt zuwendet, kann er in ihr nur zweitklassige Imitationen finden, aber niemals Originale. Sogar gibt es bei Platon einen zweitklassigen, abgeleiteten Gott der Welt, der nichts weiter als ein Scheinbild (eikon) ist, wie die Ideen dieser Welt nichts weiter als Nachahmungen sind. Whitehead betont, dass die Welt für Platon nicht mehr als ein Nachbild Gottes und seiner Ideen, aber niemals Gott und die Ideen selber enthält. Whitehead meint, dass Platon bestimmte Gründe hat, zwischen der vergänglichen Welt und dem ewigen Wesen Gottes diese Kluft zu lassen. Damit umgeht er jedoch gewisse Probleme: 1)Der Nachweis, wie die Vielheit der Individuen mit der Einheit des Universums verträglich ist. 2)Der Nachweis, warum für die Welt die Einheit mit Gott und für Gott die Einheit mit der Welt notwendig ist. 3)Die Erklärung dafür, wie die Ideen, die im Wesen Gottes enthalten sind, eben auf Grund dieser ihrer Beschaffenheit zu überredenden Elementen im schöpferischen Fortschritt werden. Während Platon das abgeleitete Sein auf dem Willen Gottes beruhen lässt, muss es nach Whitehead ein Postulat der Metaphysik sein, dass die Beziehungen zwischen Gott und der Welt frei von aller Willkür und durch Wesensnotwendigkeiten Gottes und der Welt zu begründen sind. Whitehead konstatiert, dass es Platon nicht gelungen ist, die in den späten Dialogen Sophistes und Timaios entwickelte Überzeugung, dass das göttliche Element in der Welt als eine überredende, nicht aber als eine Zwang ausübende Macht zu betrachten ist, in einen systematischen Zusammenhang mit seiner übrigen Metaphysik zu bringen. Dennoch spricht Whitehead dieser Lehre Platons den Rang einer der größten intellektuellen Entdeckungen in der Geschichte der Religion zu. Whitehead versucht, diesen systematischen Zusammenhang in seiner Kosmologie mit Hilfe der Kategorie der Kreativität herzustellen. Sie stellt für ihn das überredende Element im schöpferischen Fortschritt dar, deren 'wichtigste Verkörperung' Gott ist.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: 2,0, Freie Universität Berlin (Institut für Philosophie), Veranstaltung: A. N. Whitehead - Prozess und Realität, 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In Abenteuer der Ideen kritisiert Whitehead an Platon dessen Umgang mit dem Problem, 'die Beziehung zwischen Gott und der Welt und zwischen den Ideen, die Gott in seiner Kontemplation betrachtet, und der Welt zu charakterisieren.' Dafür greift Platon auf das Bild einer schaustellerischen Nachahmung zurück. Wenn er sich nach der Betrachtung Gottes, der den Ideen durch Aufnahme in sein Wesen Leben und Bewegung gibt, der Welt zuwendet, kann er in ihr nur zweitklassige Imitationen finden, aber niemals Originale. Sogar gibt es bei Platon einen zweitklassigen, abgeleiteten Gott der Welt, der nichts weiter als ein Scheinbild (eikon) ist, wie die Ideen dieser Welt nichts weiter als Nachahmungen sind. Whitehead betont, dass die Welt für Platon nicht mehr als ein Nachbild Gottes und seiner Ideen, aber niemals Gott und die Ideen selber enthält. Whitehead meint, dass Platon bestimmte Gründe hat, zwischen der vergänglichen Welt und dem ewigen Wesen Gottes diese Kluft zu lassen. Damit umgeht er jedoch gewisse Probleme: 1)Der Nachweis, wie die Vielheit der Individuen mit der Einheit des Universums verträglich ist. 2)Der Nachweis, warum für die Welt die Einheit mit Gott und für Gott die Einheit mit der Welt notwendig ist. 3)Die Erklärung dafür, wie die Ideen, die im Wesen Gottes enthalten sind, eben auf Grund dieser ihrer Beschaffenheit zu überredenden Elementen im schöpferischen Fortschritt werden. Während Platon das abgeleitete Sein auf dem Willen Gottes beruhen lässt, muss es nach Whitehead ein Postulat der Metaphysik sein, dass die Beziehungen zwischen Gott und der Welt frei von aller Willkür und durch Wesensnotwendigkeiten Gottes und der Welt zu begründen sind. Whitehead konstatiert, dass es Platon nicht gelungen ist, die in den späten Dialogen Sophistes und Timaios entwickelte Überzeugung, dass das göttliche Element in der Welt als eine überredende, nicht aber als eine Zwang ausübende Macht zu betrachten ist, in einen systematischen Zusammenhang mit seiner übrigen Metaphysik zu bringen. Dennoch spricht Whitehead dieser Lehre Platons den Rang einer der größten intellektuellen Entdeckungen in der Geschichte der Religion zu. Whitehead versucht, diesen systematischen Zusammenhang in seiner Kosmologie mit Hilfe der Kategorie der Kreativität herzustellen. Sie stellt für ihn das überredende Element im schöpferischen Fortschritt dar, deren 'wichtigste Verkörperung' Gott ist.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Otto der Große und Johannes XII. by David Völker
Cover of the book Das Quanten-Bewusstsein. Die Quanten-Kultur. Die Quanten-Optik. by David Völker
Cover of the book Security in a Globalized World. Understanding the Paradigm Shift of Contending Dynamics by David Völker
Cover of the book Facebook Smartphones - A Financial Analysis by David Völker
Cover of the book Der Futurismus: Entstehung, Manifest, Künstler, Einflüsse, Auswirkungen, Politik by David Völker
Cover of the book Vereinfachung einer logischen Verknüpfung mit KV-Diagrammen anhand eines Kundenauftrags by David Völker
Cover of the book Marktsegmentierung im Privatkundenbereich deutscher Universalbanken by David Völker
Cover of the book George Orwell's Animal Farm by David Völker
Cover of the book 'Gott, der Herr, redet.' - Hörspiel für den Religionsunterricht in der 8. Jahrgangsstufe am Gymnasium by David Völker
Cover of the book Kartographie: die Legende. Einführung in das Kartenverständnis. Unterrichtsbesuch 3. Klasse by David Völker
Cover of the book Phonological Differences in Hong Kong English by David Völker
Cover of the book Amerika zwischen Terror, Folter und Moral. Bringt die Intervention im Irak mehr Frieden und mehr Gerechtigkeit? by David Völker
Cover of the book Der Umgang mit Juden im Nationalsozialismus by David Völker
Cover of the book Angebote erfolgreich formulieren by David Völker
Cover of the book Ukrainisch kontra Russisch by David Völker
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy