Der Begriff des Philosophen und der Philosophie bei Ludwig Wittgenstein

Nonfiction, Religion & Spirituality, Philosophy
Cover of the book Der Begriff des Philosophen und der Philosophie bei Ludwig Wittgenstein by Björn Rosenstiel, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Björn Rosenstiel ISBN: 9783638731379
Publisher: GRIN Verlag Publication: June 7, 2007
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Björn Rosenstiel
ISBN: 9783638731379
Publisher: GRIN Verlag
Publication: June 7, 2007
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 1,7, Universität Augsburg, Veranstaltung: Ludwig Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einleitung Will man Heraklit Glauben schenken, dann hat Pythagoras erstmals das bis heute bekannte Wort 'philosophe' für jemanden benutzt, der nach Wissen und Weisheit strebt. Pythagoras selbst vereinte in sich Mathematik und orphische Mystik und stellt damit, in gewisser Hinsicht, den Ausgangspunkt einer Entwicklungsgeschichte westlicher Philosophie dar, die gekennzeichnet ist von der Zerrissenheit zwischen Religion und Wissenschaft. Oberflächlich gesehen, hat sich die Philosophie in der Antike über mehrere Stadien entwickelt, ging, als das Christentum entstand und Rom fiel, über die arabische Konservierung in der Theologie des Mittelalters auf und geriet nach der Reformation bis zur Gegenwart zunehmend in den Griff der Wissenschaften. Am Begriff des Philosophen hat sich dabei im Laufe der Zeit, nicht viel geändert, wohl aber an der Auffassung, was die Aufgabe des Philosophen, die Philosophie, sein soll. Vom Standpunkt des Cambridger Wissenschaftlers Bertrand Russell aus betrachtet, erscheint die Philosophie, als 'ein Mittelding zwischen Theologie und Wissenschaft' , denn sie besteht, wie die Theologie, aus der Spekulation über die Dinge, und wie die Wissenschaft beruft sie sich auf die Vernunft. Die Untersuchung von Fragen, wie etwa, ob die Welt aus Geist und Materie besteht, ob dem Universum ein einheitlicher Zweck zugrunde liegt oder woraus eine glückliche Lebensführung besteht, ist, zumindest für den englischen Philosophen, die Aufgabe der Philosophie. M.a.W.: Ihr größter Wert liegt für ihn darin, daß sie lehrt, 'wie man ohne Gewißheit und ohne durch Unschlüssigkeit gelähmt zu werden, leben kann.' Aber als Niemandsland zwischen Theologie und Wissenschaft ist sie zugleich, 'Angriffen von beiden Seiten ausgesetzt' . Womit Russell allerdings nicht rechnete, war, daß die wohl folgenschwerste Attacke gegen sie aus ihren eigenen Reihen geführt wurde, noch dazu von einem Zeitgenossen und Freund Russells, dem Österreicher Ludwig Wittgenstein...

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 1,7, Universität Augsburg, Veranstaltung: Ludwig Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einleitung Will man Heraklit Glauben schenken, dann hat Pythagoras erstmals das bis heute bekannte Wort 'philosophe' für jemanden benutzt, der nach Wissen und Weisheit strebt. Pythagoras selbst vereinte in sich Mathematik und orphische Mystik und stellt damit, in gewisser Hinsicht, den Ausgangspunkt einer Entwicklungsgeschichte westlicher Philosophie dar, die gekennzeichnet ist von der Zerrissenheit zwischen Religion und Wissenschaft. Oberflächlich gesehen, hat sich die Philosophie in der Antike über mehrere Stadien entwickelt, ging, als das Christentum entstand und Rom fiel, über die arabische Konservierung in der Theologie des Mittelalters auf und geriet nach der Reformation bis zur Gegenwart zunehmend in den Griff der Wissenschaften. Am Begriff des Philosophen hat sich dabei im Laufe der Zeit, nicht viel geändert, wohl aber an der Auffassung, was die Aufgabe des Philosophen, die Philosophie, sein soll. Vom Standpunkt des Cambridger Wissenschaftlers Bertrand Russell aus betrachtet, erscheint die Philosophie, als 'ein Mittelding zwischen Theologie und Wissenschaft' , denn sie besteht, wie die Theologie, aus der Spekulation über die Dinge, und wie die Wissenschaft beruft sie sich auf die Vernunft. Die Untersuchung von Fragen, wie etwa, ob die Welt aus Geist und Materie besteht, ob dem Universum ein einheitlicher Zweck zugrunde liegt oder woraus eine glückliche Lebensführung besteht, ist, zumindest für den englischen Philosophen, die Aufgabe der Philosophie. M.a.W.: Ihr größter Wert liegt für ihn darin, daß sie lehrt, 'wie man ohne Gewißheit und ohne durch Unschlüssigkeit gelähmt zu werden, leben kann.' Aber als Niemandsland zwischen Theologie und Wissenschaft ist sie zugleich, 'Angriffen von beiden Seiten ausgesetzt' . Womit Russell allerdings nicht rechnete, war, daß die wohl folgenschwerste Attacke gegen sie aus ihren eigenen Reihen geführt wurde, noch dazu von einem Zeitgenossen und Freund Russells, dem Österreicher Ludwig Wittgenstein...

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Achtsamkeit und ihre Bedeutung für das Wohlbefinden by Björn Rosenstiel
Cover of the book How to deal with the deals? by Björn Rosenstiel
Cover of the book Raumkonzeption bei Tarkovskij und Soderbergh am Beispiel von 'Solaris' by Björn Rosenstiel
Cover of the book Pro und Contra der Einbeziehung des Schutzes geistiger Eigentumsrechte in die WTO by Björn Rosenstiel
Cover of the book Unterrichtsstunde: Terrorism - a global threat? by Björn Rosenstiel
Cover of the book Verbale und nonverbale Aspekte der Kommunikation by Björn Rosenstiel
Cover of the book Eine Untersuchung Hawaiis und der Kanarischen Inseln als kollabierende Inseln by Björn Rosenstiel
Cover of the book Ölrentenwirtschaft und mangelnde politische Partizipation in den arabischen Golfstaaten by Björn Rosenstiel
Cover of the book Zur Vereinbarkeit von Unterricht und sprachheiltherapeutischer Arbeit an der Sprachheilschule by Björn Rosenstiel
Cover of the book Avatare - Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz virtueller Berater by Björn Rosenstiel
Cover of the book Das Bundes-Verfassungsgesetz 1920 by Björn Rosenstiel
Cover of the book Unterrichtsstunde: Unternehmen und Produkte der Region by Björn Rosenstiel
Cover of the book Die mediale Darstellung der Geschlechter by Björn Rosenstiel
Cover of the book Umweltschutz im Eventmanagement - Bundesgartenschau 2007 Gera / Ronneburg by Björn Rosenstiel
Cover of the book Lerntechniken und ihre Bedingungen by Björn Rosenstiel
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy